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Bedanke mich bei allen Autoren, Archiven, Verlagen, bei europäischen und außereuropäischen Postanstalten, historisch und unhistorisch arbeitenden Menschen, der Österreichischen Staatsdruckerei, Nationalbank, ..., wenn ich ohne Hinweis auf eventuelle Urheberrechte diese NICHT verwendet habe, sei es aus Unkenntnis, mir nicht eruierbaren und sonstigen Gründen oder wegen, von mir angenommene Geringfügigkeitgeschehen ist, bzw. sein sollte und keine wie immer geforderten Abgeltungenjeglicher Art erfolgen!

PS: Verdiente bisher an  meiner Homepage nichts, und habe auch nicht die Absicht damit finanzielle Vorteile mir anzueignen!!!


Dank auch an Wikipedia!

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 19. August 2014 um 07:27 Uhr
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Impressionen
Naturparadies Schlammteich der ehemaligen Quarzwerke Zelking
(alle Bilder beziehen sich rund um den ehemaligen Schlammteich)
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 10. September 2014 um 15:48 Uhr
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Zeitdokumente (ab 1826)


(Die Größenangaben sind manchmal leicht auf-, oder abgerundet)

 


1826



Kundmachung über den entsprungenen Alexander Hofer 1826,
welcher aber inzwischen aufgegriffen wurde
(20 x 35 cm)
 

1840



Kirchenrechnung über Einkommen und Ausgaben für die Pfarrkirche Matzleinsdorf 1840
(Titelseite/19 x 24 cm)

,
1844



Cirkulare (= veraltet). Zirkular ist ein Rundschreiben (23 x 37 cm)
(*) Unter Beziehung auf das kreisamtliche Dekret vom 17. Juli 1843, Zahl 6885, wird den Obrigkeiten
in der Anlage das Verzeichnis über die in diesem Kreise aufgestellten Leichenbeschauer,
und jenes über die jedem Einzelnen zur Vornahme der Leichenbeschau
zugewiesenen Ortschaften hinausgehen. (* 1. Absatz)



1852



Frachtbrief der Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft (Anschrift-/Frachtkostenseite)
(21,5 x 29 cm)



Frachtinhaltsseite mit der Unterschrift der Gräfin von Harrach


1853



Vorderseite...



  ...und Rückseite von einem handgeschriebenen, in Kurrentschrift gehaltenem Dokument...
(21 x 24,5 cm)


...und die Übersetzung


Hier geht es um die Auszahlung von gut 106 Gulden an den einstmals in Zelking wohnhaft gewesenen, inzwischen 21 Jahre alt gewordenen Karl Hillebrand, wovon 100 Gulden in Jutu anzulegen sind, der Rest steht zur eigenen Verfügung.


1874



Schreiben seitens der ehemaligen Gemeindevorstehung Zelking an Herrn von Linde
(14,5 x 23 cm)


Werthester Herr von Linde (*)!
 

Von Seiten beider Unterzeichneten wird hiermit bestätigt, daß durch Ihren wohltätigen Zweck erzielte Summe von 100 fl sage einhundert Gulden – richtig hieramts angekommen ist.
Wir sprechen Ihnen im Namen aller Verunglückten (**) in Zelking vorderhand, Ihnen Herr von Linde, wie auch allen geehrten Mitgliedern, welche bei diesen Konzert mitwirkten, aufrecht verbindlichsten Dank aus.

Gemeindevorstehung Zelking am 29. November 1874 (**)

Karl Laßletsberger (Bürgermeister)
Johann Gößl (Gemeinderat)

(Die Übersetzung, des in Kurrent gehaltenen Schreibens, erfolgte in die heutige Schreibweise)

(* Franz Xaver Linde, ehemaliger Apotheker und Bürgermeister in Melk)
(** Am 4. September 1874 brannten in Zelking 17 (von 21) Häuser ab. Für die Brandopfer wurden seitens Herr von Linde, diese Geldspende von 100 Gulden an die Gemeindeleitung übersandt
– bitte in einer erweiterten Beschreibung über den Brand unter Ereignisse nachlesen)



Franz X. Linde (der Ältere)
Stadtbuch Melk 1998, Seite 344
 

Kränzchen, Volksfeste und allgemeine Sammlungen wurden auch zu Gunsten von durch Bränden oder Naturkatastrophen Geschädigten in der Umgebung abgehalten. (Stadtbuch Melk, 1998, Seite 330; Bild von Seite 344. Es befindet sich darin aber kein direkter Hinweis auf den Brand von 1784 und der Geldspende über 100 Gulden an die Opfer.)


1892



Plakat vom Hanswurst-Theater in Wien (Vorderseite) ...



... und die Rückseite (27 x 39 cm)


(*) Der Hanswurst ist eine derb-komische Gestalt der deutschsprachigen Stegreifkomödie seit dem 16. Jahrhundert.
 
Als populäre bäuerliche Figur trat der Hanswurst in Stücken des Jahrmarktstheaters und der Wanderbühnen auf. Der Name erscheint erstmals in einer mittelniederdeutschen Version von Sebastian Brants Narrenschiff (1519) (während in der Originalversion der Name hans myst verwendet wurde).
 
„Hanswurst“ war auch als Spott- und Schimpfwort in Gebrauch. Martin Luther verwendete ihn 1530 in einer Vermahnung an die Geistlichen, versammelt auf dem Reichstag zu Augsburg und schrieb 1541 die Streitschrift Wider Hans Worst. Im 16. und 17. Jahrhundert trifft man diesen Figurennamen gelegentlich in Fastnachtsspielen und Komödien an. 1775 verfasste der 26-jährige Johann Wolfgang Goethe eine Farce mit dem Titel Hanswursts Hochzeit (* Internet).


1898



Kartenbrief (Umschlagsseite)



Innenseite (12,5 x 15 cm)


(*) In Roudnice, am 9.10.1898

Sehr verehrter Stadtrat in Oupici!

In tiefer Hochachtung bittet die Unterschriebene um Einsendung der Armen-Unterstützung für ein Vierteljahr, die mir in der Höhe von 1 Gulden von dem verehrten Gemeinderat erteilt wurde. Es ist für die Monate Juli, August und September, in der gesamten Höhe von 3 Gulden. Ich bitte um Einsendung dieser Summe, denn ich brauche die Unterstützung sehr.

In der Hoffnung, dass meiner Bitte so schnell wie möglich entgegengekommen wird, unterschreibe ich diesen Brief in Hochachtung.

Františka Adámková, bis jetzt in Klen?i bei Roudnice wohnend
(* Diese Übersetzung erfolgte dankenswerterweise durch Frau Miluška Vokounová, Tschechische Republik)



Aufgabschein über eine Bareinzahlung von 3 Gulden (1898)
(11 x 8 cm)


1903



Rechnung vom 27./28./29. November für Frau von Galgoczy(15 x 23 cm)



Rückseitig: Rechnungsbetrag von 6 Kronen und 60 Heller für Friseurbesuch
(ebenfalls für Frau von Galgoczy)

(13,5 x 8,5 cm)



Mitgliedskarte für Frau Ludmilla von Galgoczy (13,5 x 9,5 cm)


1901


Entlassungszeugnis aus Altenwörth/Niederösterreich (21 x 34 cm)

 
Lebensmittelkarten


Ein trauriges Kapitel der Kriegs- und Nachkriegszeit

Lebensmittelmarken, als Lebensmittelkarte zusammengefasst, war ein Dokument, das den Besitzer zum Empfang bestimmter Waren berechtigte. Lebensmittelkarten stellten allerdings keine Garantie für den Bezug dar, nur vorrätige Waren konnten abgegeben werden.
Wöchentlich folgte ein sogenannter „Aufruf“: Die Menge oder Anzahl von Lebensmitteln oder Produkten, die auf einem bestimmmten Abschnitt angegeben wurde, war den Medien (Zeitung, Rundfunk) zu entnehmen.
Außer Lebensmitteln wurden auch andere Konsumgüter rationiert, beispielsweise Kleidung, Heizmaterial und Genussmittel wie Zigaretten und Alkohol.

Rayonierung
Lebensmittel konnten aber nicht
so wie heute in jedem Fachgeschäft bezogen werden. Sie waren nur in dem Laden erhältlich, bei dem man „rayoniert“ war. Man erhielt rationierte Lebensmittel in den Geschäften und Gaststätten nur, wenn man die entsprechenden Lebensmittelkartenabschnitte, also die Marken, abgeben konnte (und zusätzlich natürlich bezahlte).

Die ersten Lebensmittelkarten wurden in Deutschland am 28. August 1939 ausgegeben, also zwei Tage vor Kriegsbeginn!
Die Tatsache, dass die Lebensmittelrationierung schon weit vor Kriegsbeginn organisiert wurde, weigt einmal mehr, dass der Angriffskrieg schon lange vor dem 1. September 1939 geplant war. Es wurde alles und jedes rationiert und kontigentiert; lebensmittelkarten, Bezugscheine „regelten“ das tägliche Leben.

(*) Rationierung im Nachkriegsösterreich
Nach Kriegsende wurde die Ernährungslage in Österreich noch schlechter. Die Rationierung wurde allmählich gelockert und endete in Österreich erst 1952.
Dr. Hellwig Heinzel
Fürstentum Liechtenstein
Teilentnahmen aus: DIE BRIEFMARKE 12/2009


Erster Weltkrieg


1915



7./8. Woche 1915
(Jeder Doppelbeleg 8 x 14 cm)



12./13. Woche
Lebensmittelkarten aus 1915 (ohne die Lebensmittelmarken)


1915/Zweiter Weltkrieg



Postkarte mit dem 1915 enstandenem Lied
(* Das Bild des wachenden Soldaten stammt aus dem Zweiten Weltkrieg
dem schlechten Papier nach)


(*)„Vor der Kaserne, vor dem großen Tor…“
Es ist eines der bekanntesten deutschsprachigen Lieder weltweit – und seinen Ursprung hat es in unserem Kiez: Den Text zum Soldatenschlager „Lili Marleen“ schrieb Hans Leip 1915 in der Kaserne der Gardefüsiliere an der Chausseestraße. 25 Jahre später, vertont von Norbert Schultze und gesungen von Lale Andersen, wurde das sehnsuchtsvolle Gedicht zum frontüberschreitenden Hit des Zweiten Weltkriegs.
Die Laterne vor dem großen Tor, sie stand damals am Seiteneingang der Kaserne in der Kesselstraße. Die heißt heute Habersathstraße und auf dem früheren Kasernen-Gelände baute der BND seinen wuchtigen Amtssitz. Jedenfalls dort, am Seiteneingang, schiebt Hans Leip (1893–1983) der Legende nach in der Nacht vom 3. auf den 4. April 1915 Wache – kurz vor dem Abmarsch an die Front. In den Wochen zuvor hatte er Betty-Lili und Marleen kennen gelernt. In dieser Nacht kommen beide, um sich von ihm zu verabschieden. Andreas Conrad schreibt 2003 im „Tagesspiegel“: „So verschmolzen sich im Trapp-Trapp seiner Stiefel, während er unter der Laterne hin und her trottete, die beiden Frauennamen zu einem, zu ‘Lili Marleen’. Wiedergesehen hat er beide nicht.“

(* Internet)
 

1917



Rechnung für Frau von Golgoczy(15 x 23,5 cm)


1931



Heimatschein des Ferdinand Swa?ek, 18?8 geboren (A4)


1935



Historische Rede von Bundeskanzler Dr. Schuschnigg 1935 (15,5 x 23,5 cm)
(Die Rede ist auf 19 Seiten A5 gedruckt worden)


Kurt Alois Josef Johann Schuschnigg, 1898–1919 amtlich Edler von Schuschnigg (* 14. Dezember 1897 in Riva del Garda, Österreich-Ungarn; † 18. November 1977 in Mutters) war während der Zeit des von ihm als Justizminister mitkonzipierten austrofaschistischen „Ständestaates“ von 29. Juli 1934 bis 11. März 1938 diktatorisch regierender Bundeskanzler des Bundesstaates Österreich. Nach dem „Anschluss“ Österreichs wurde er von den Nationalsozialisten bis 1945 als sogenannter „Schutzhäftling“ in verschiedenen Konzentrationslagern inhaftiert. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde er US-amerikanischer Staatsbürger und war in den Vereinigten Staaten als Professor für Staatsrecht tätig. 1968 kehrte er nach Österreich zurück, wo er 1977 starb (Internet).
 

1936



Versicherungspolizze (unterster Teil fehlt) von 1936 (23,5 x 31,5 cm)


1938(1983)

 

Zeitungsartikel vom Einmarsch der deutschen Wehrmacht 1938 (Nachdruck 1983)
Hitler im Wagen stehend, im Hintergrund das Stift Melk



(?)



„Werbung ist alles!“ (Vorderseite A4)...


...und die Rückseite


(?)


Schützenscheibe der deutschen Wehrmacht (19391945)
Gau Niederdonau = Bundesland Niederösterreich
KdF. = Kraft durch Freude
(Originalgröße 12 x 12 cm)



1939



Feuer-Versicherungsbeleg aus 1939 (A4)


Lebensmittelkarten

Zweiter Weltkrieg 19381945


(?)



Lebensmittelkarte über Fleisch/Fleischwaren oder Speck/Schweinerohfett
(21 x 18,5 cm)


1943



Mahl- und Brotkarte 1943 (21 x 20 cm)
Rückseitig: Die Rücklieferung darf nur in denjenigen Arten von Mahlerzeugnissen erfolgen,
die der Art der gelieferten Getreideerzeugnisse entsprechen
(Roggen/Roggenmehl
Weizen, Dinkel, Emer, Spelz und Einkorn/Weizenmehl)
Ausserdem beinhaltete diese Lebensmittelkarte auch wieviel an Mehl, Kleie oder Grieß man dafür zurückbekam!



194(0 bis 1945)



Originalbeleg von einem Rechnungsblock ab Jahr 194. (1940 aufwärts) gedacht mit
(links) Kundenbeleg (Original), rechts der bei der Firma verbleibende Durchschlag (Kopie);
dazwischen wurde Pauspapier gegeben und erhielt so ein
„Dublikat“ (man musste kein zweites Mal den Betrag Schreiben)
(8,5 x 15 cm)


1941



Grundsteuerbescheid 1941 (A4)


1942



Originalbeleg vom Sonntag, 6. September 1942
(15 x 22,5 cm)


1946



Steuerbescheid 1946 (A4)


„Nachkriegslebensmittelkarten“

1947



Lebensmittelkarte für Milch (August/September) 1947
(9,5 x 10 cm)


(* Nach Kriegsende wurde die Ernährungslage in Österreich noch schlechter. Die Rationierung wurde allmählich gelockert und endete in Österreich erst 1952.)

1949



(November/Dezember 1949) Teil I...



...und Teil II
(Teil I und II 14 x 33 cm)


1948



Bestellprotokoll (über die Besetzung der Tabaktrafik in Zelking Nr. 2) 1948
(A4)


1949



Leseheft für Volksschulkinder mit Hasengeschichten in drei verschiedenen Schriftarten (A5)
Auch ich als 1945 geborener hatte aus diesem Leseheft gelesen und ist mir noch in Erinnerung geblieben



Eine von 28 Kurzgeschichten (48 Seiten)


1950



Rechnung vom 22. November 1950 für die russische Ortskommandantur
welche in Güssing (Burgenland) stationiert war
(vermutlich mit der kyrillischen Unterschrift des Kommandanten)
(19,5 x 29,5 cm)


Marshallplan 1948–1953
(Zeitungsartikel von *1997)



Zeitungsausschnitt von der ehemaligen Tageszeitung Alles täglich, Samstag, 31. Mai (* 1997)


(* Als am 5. Juni 1947 der amerikanische Außenminister George Marshall das Ehrendoktorat der Havard-Universität bekommt, da legt er in seiner Dankesrede einen historischen Wirtschaftsplan vor: Um die Not in Europa zu lindern, müsse Amerika – auch im eigenen Interesse – den betroffenen Ländern großzügige Wirtschaftshilfe anbieten. Damit sollen die Länder ihre Kriegsschäden überwinden und ihre Wirtschaft neu aufbauen.
Immerhin: Die Initiative des amerikanischen Außenministers machte in Westeuropa rasch Furiore. Großbritannien und Frankreich baten alle übrigen europäischen Länder zu einer Konferenz. Österreich sagte der Konferenz zu – mit der Stimme des einzigen kommunistischen Ministers Karl Altmann, der für Elektrifizierung und Energiewirtschaft zuständig war.
Am 2. Juli 1948 kam es endlich zur Unterzeichnung des Marshallplan-Abkommens zwischen den USA und Österreich. Für Österreich unterschrieben Vizekanzler Schärf (SPÖ) und Außenminister Gruber (ÖVP), für die USA Gesandter Erhardt. Bis 1953 sollte die Unterstützung Österreichs aus dem Marsahallplan 960 Millionen Dollar betragen (* Teilentnahmen aus der ehemaligen Tageszeitung Alles täglich, 4. Mai 1995, Seite 17).


(* George Catlett Marshall, Jr. (* 31. Dezember 1880 in Uniontown, Fayette County, Pennsylvania; † 16. Oktober 1959 in Washington D.C.) war ein US-amerikanischer General of the Army und Staatsmann. Am bekanntesten wurde er durch den nach ihm benannten Marshallplan, für den er 1953 den Friedensnobelpreis und 1959 den Karlspreis erhielt Internet).

(In Erinnerung an den Marshallplan war mir der
„Dosenkäse“, den unsere Familie (vermutlich) zweimal erhalten hatte; ein fester, sehr gelber und wegen der Haltbarkeit auch dementsprechend gesalzener Käse (für uns eine Köstlichkeit, da soetwas nicht auf dem
Speiseplan der damaligen Zeit stand. Die damalige „Verkostung“ dürfte zwischen 1951/1953 stattgefunden haben.
Noch in Erinnerung der damaligen „Verteilsituation“ sind mir Gesprächsfetzen darüber im Gedächtnis haften geblieben, wie teilweise „verteilt“ worden sein soll. Es dürften an einige Großbauern in der Gemeinde zur Schweinefütterung solcher Käse „abgegeben“ worden sein, obwohl dieser Käse nur für minderbemittelte Personen oder kinderreiche Familien gedacht war!)
 


Es konnte noch eine Origaldose (mit Inhalt!) aus der damaligen Zeit herübergerettet werden
(Durchmesser 15 cm, Höhe 18 cm)



Briefmarke der USA mit dem Abbild von Georg C. Marshall – Staatsmann und „Soldat“ (General der US-Armee)


1957



Lesebuch (192 Seiten, A5) aus meiner Schulzeit!


1960



SPAR-Rabattkarte 1960 (A5)


Die mit 500 Marken vollgeklebte Karte wird mit Schilling 15,- bei jedem SPAR-Kaufmann Österreichs in bar eingelöst oder in Zahlung genommen.


1967



Gewinnspiel der Aral Austria Ges.m.b.H und der „Martha“ Erdöl Ges.m.b.H (1967)
Rechts ein Gewinnbon (hier leider nichts gewonnen
wie „üblich“
Hatte man den zweiten Teil der Autoabbildung, gab es einen Sofortgewinn von Schilling 500,-
(Links 13 x 10 cm, rechts 10,5 x 8 cm)

denk real fahr ARAL
(Leitspruch von ARAL)


1993



Rechnung vom 8. August 1993 über Schilling 200,- (? Liter Diesel)
vom Betreiber der einstmals in Zelking gewesenen AVIA-Tankstelle
(10 x 14,5 cm)


1995
 
 
Handgeschriebene Antwort des ehemaligen Bundespräsidenten Dr. Rudolf Kirchschläger (A4)

  
Das Wegräumen der Trümmer des Krieges und der wirtschaftliche Wiederaufbau sind als Leistungen der Österreicher und Österreicherinnen der ersten Nachkriegsjahre weitgehend annerkannt. Aber auch das Wegräumen des politischten Trümmerhaufens, der bis ins Jahr 1933 zurückging, war eine gleich große Leistung. Viel Mut, Selbstüberwindung und starkes Demokratiebewußtsein waren dazu erforderlich.
18. Mai 1995


 
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 07. Juli 2014 um 07:25 Uhr
 
Der Bezirk Scheibbs und die Herren von Zelking
 
Viertel ober dem Wienerwald (Mostviertel)


Der Bezirk Scheibbs
 
 

Oberndorf an der Melk 

Oberndorf an der Melk liegt am Fluss Melk im Mostviertel in Niederösterreich.
Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 42,78 Quadratkilometer. 14,79 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Katastralgemeinden sind: Grub, Gstetten, Hameth, Hasenberg, Holzwies, Koppendorf, Lehen, Lingheim, Listberg, Maierhof, Melk, Oberdörfl, Oberhub, Oberndorf an der Melk, Oberschweinz, Ofenbach, Perwarth, Pfoisau, Pledichen, Reitl, Rinn, Schachau, Scheibenbach, Scheibenberg, Steg, Straß, Strauchen, Sulzbach, Unterdörfl, Unterhub, Unterschweinz, Waasen, Weg, Weissee, Wiedenhof, Wies, Wildengraben, Wildenmaierhof, Zehethof und Zimmerau.



Scheuernbach
Rotte Scheibenbach/Marktgemeinde Oberndorf/Bezirk Scheibbs
Ehem. Ansitz; Bauernhof
 

(*) Der verschollenen Ansitz Scheuernbach (-bech, -beck) ist in einem der Scheibenbachhöfe anzunehmen. Diese liegen im Scheibenbachgraben zwischen den Orten Forst am Berg und Waasen.
1209 tritt Heinricus de Schivrenbach in einer Stiftungsurkunde Herzog Liupoldus auf (BUB I, S. 226).
Der Stammsitz am Scheibenbach mag vielleicht durch Verschwägerung mit den Zelkingern an diese gelangt sein. 1362 überläßt Ulrich von Zelking an Herzog Rudolf für die Kartause Gaming zwei Güter in Scheuerpach.
(* Burgen und Herrensitze im Bezirk Scheibbs in der Zeit von 1000 bis 1500, Band V von Herbert Pöchhacker, 1986, Seite 234)



Purgstall an der Erlauf
 

Purgstall an der Erlauf liegt im Mostviertel in der niederösterreichischen Eisenwurzen und bezeichnet sich selbst als das Tor zum Ötscherland.
 
Die Marktgemeinde liegt ca. 8 km nördlich der Bezirkshauptstadt Scheibbs direkt an der B 25 und der Bahnstrecke Pöchlarn – Kienberg-Gaming (Erlauftalbahn) und gehört zum niederösterreichischen Teil der Eisenwurzen.
 
Die Große Erlauf durchschneidet das Ortsgebiet und hat sich tief in die Konglomeratfelsen eingegraben. Nördlich des Schlosses Purgstall vereinigt sich die Feichsen mit der Erlauf, weitere Zuflüsse bilden der Zehnbach, Schlarassingbach, Schluchtenbach und Schaubach. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 55,88 Quadratkilometer. 21,21 Prozent der Fläche sind bewaldet.

 
  Gimpering
Rotte Gimpering/Marktgemeinde Purgstall/Bezirk Scheibbs
Ehemaliger Ansitz; Bauernhof

 
(*) 1263 ist Leupoldo de Chinprenning Zeuge für Engelschalk von Reinsberg (FRA II/31, Nr. 242).

1318 gibt Ludwig von Zelking seinem Bruder Marquard all das Gut, das ihm sein Vater als Aussteuer gegeben hatte zu Chipring vnd ze Gemich vnd daz Öd, ze Wallenpach und ze Fraengawe (Keiblinger, Melk II, Seite 118). 1328 ist Christian der Truchseß von Lengenbach hier begütert (ebenda).
(* Burgen und Herrensitze im Bezirk Scheibbs in der Zeit von 1000 bis 1500, Band V von Herbert Pöchhacker, 1986, Seite 95)


 
Scheibbs
Scheibbs ist eine Stadtgemeinde und Bezirkshauptstadt mit 4211 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im gleichnamigen Bezirk Scheibbs in der niederösterreichischen Eisenwurzen im Mostviertel. Das Gemeindegebiet erstreckt sich dabei über einen großen Teil des mittleren Erlauftals. Die Stadt Scheibbs selbst liegt dabei etwa 20 km südlich der Westautobahn bzw. der Donau bei Ybbs und ist der historische, verwaltungstechnische, soziale, medizinische sowie wirtschaftliche Mittelpunkt des Bezirks Scheibbs. Wirtschaftlich nimmt in der Gemeinde neben dem Verwaltungs- und Dienstleistungssektor die Produktion von Aufzügen eine herausragende Stellung ein, des Weiteren ist die Bevölkerung insbesondere in Klein- und Mittelbetrieben oder der Landwirtschaft beschäftigt. Scheibbs zählte neben Steyr und Waidhofen an der Ybbs zu den bedeutendsten und wohlhabendsten Städten der Eisenindustrie nördlich der Alpen. Das jahrhundertealte Erbe der Eisenwurzenregion ist in der Betriebslandschaft kaum noch spürbar (Wikipedia)
Leimberg
 KG Scheibbsbach/Stadtgemeinde Scheibbs/Bezirk Scheibbs
Ehem. Ansitz; verschwundenes Bauernhaus
 
 
(*) Der Hof Len-, Lem, Lain- oder Laymberg war wie viele talnahen Höfe um Scheibbs Ritterlehen. Der verschwundene Hof stand auf dem Grund des Hauses Mark. Die dazugehörenden Felder umfaßten das Krankenhaus Scheibbs. 1600 wurden zur Herrschaft Zelking gehörende Äcker, die früher zu Laimpach unterhalb Scheibbs gehört haben, dem Georg Herbst verliehen (Scheibbs Urk. Nr. 1/12).
(* Burgen und Herrensitze im Bezirk Scheibbs in der Zeit von 1000 bis 1500, Band V von Herbert Pöchhacker, 1986, Seite 145/146)

Safen
Rotte Safen/Stadtgemeinde Scheibbs/Bezirk Scheibbs
Ehemaliger Ansitz; Erdwerk „Schloßkogel“


(*) Den Standort des Rittersitzes Safen kennt die Überlieferung: „Auf der Ochsenhalt des Hofbauern, Safen Nr. 9; ist ein Schloß“ gestanden.

1600 verleiht Hans Wilhelm von Zelking den von Augusto Altmann und Hans Nämzlperger erkauften und der Herrschaft Zelking als Beutellehen gehörigen Zehent, unter anderem auf einer Hofstatt in der Saffen und einer zweiten Hofstatt in der Saffen die öde ist, in Ruprechtshofer Pfarre gelegen (Scheibbs Urk. Nr. 1/12). Mit der öden Hofstatt könnte der aufgelassene Rittersitz gemeint sein.
(* Burgen und Herrensitze im Bezirk Scheibbs in der Zeit von 1000 bis 1500, Band V von Herbert Pöchhacker, 1986, Seite 222)
 Scheibbsbachhof
Stadtgemeinde Scheibbs/Bezirk Scheibbs
Ehemaliger Ansitz; Bauernhof
 

(*) Am nördlichen Ende des Stadtgebietes Scheibbs liegt der jetzt zur Gemeinde Scheibbs gehörende Hof Unter-Scheibbsbach, auch Scheibbsbachhof genannt.
Von Schiebspach ist 1349 erstmals die Rede (HHStA, AUR).

1600 verleiht Hans Wilhelm von Zelking dem inneren Stadtrat zu Wien, Georg Herbst, den von Augusto Altmann und Hans Nämzlperger erkauften und der Herrschaft Zelking als Beutellehen gehörigen Zehent auf den Hof in Scheibbsbach (Scheibbs Urk. Nr. 1/12).
(* Burgen und Herrensitze im Bezirk Scheibbs in der Zeit von 1000 bis 1500, Band V von Herbert Pöchhacker, 1986, Seite 231/232)
Wolfpassing
Gemeinde Wolfpassing/Bezirk Scheibbs
Ehemalige Burg; Schloß
 
Der heutige Hauptteil des Schlosses Wolfpassing weist auf einen Bau des 17. Jahrhundert hin.
1370 stiftet Otacher von Wolfstein eine Kapelle und einen Altar in Steinakirchen (Schragl, Seite 37). Sein Sohn Gilig wird 1391 ausdrücklich als Besitzer von Wolfpassing genannt. In diesem Jahr pfändet ihm Alber von Zelking das Dorf Wolfpassing, ebenso pfändet ihm 1394 Ulrich von Zelking Weichselbach und das Dorf Wolfpassing und andere Güter (Schragl, Seite 170).
(* Seite 303/304)
(* Burgen und Herrensitze im Bezirk Scheibbs in der Zeit von 1000 bis 1500, Band V von Herbert Pöchhacker, 1986)


 
Steinakirchen am Forst
 
 
Steinakirchen am Forst liegt im Mostviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 34,96 Quadratkilometer. 25,22 Prozent der Fläche sind bewaldet. Die Marktgemeinde Steinakirchen ist Teil eines Gemeindeverbundes das die Gemeinden Wang, Wolfpassing und eben Steinakirchen umfasst. Dieser ist für den Betrieb des Freizeitzentrums ebenso verantwortlich wie für die Schneeräumung, das Interkomunale Betriebsgebiet und die Herausgabe einer Gemeindeinformation. Steinakirchen ist außerdem Eisenstraßengemeinde.
Ernegg
KG/Marktgemeinde Steinakirchen/Bezirk Scheibbs
(*) Die früheste Geschichte von Ernegg ist unbekannt. Am 15. 6. 1291 läßt Herzog Albrecht I. durch Weisung feststellen, daß „daz hous zu Reinsperch und daz hous zu Ernekke“ Regensburgischer Lehen sind (Ried, CD Rat. I, Seite 646).
 
1330 ist Christian von Lengenbach als Besitzer von Ernegg genannt (Geschichtliche Beilagen I, Seite 358). Seine Tochter Elisabeth ehelichte Reinprecht von Wallsee, der nun Ernegg und Reinsberg erhielt. Auf ihn folgten Rudolf von Wallsee und dessen Schwiegersohn Otto von Zelking auf Schönegg. 1356 ist Attacker Wolfstein als Burggraf von Ernegg genannt (Keiblinger, Melk II, Seite 259). Otto von Zelking wurde 1384 mit Ernegg und Reinsberg belehnt. 1405 wird Cadolt von Zelking als Lehensträger angeführt. Georg von Zelking dürfte nur Schönegg und Reinsberg besessen haben (Schragl, Seite 162). Auf Cadolt folgten Wolfing und Ott Hasellauer als Lehensträger (ebenda). 1467 erhält Otto von Zelking Ernegg von seiner Mutter Helene (NÖLA, Urk. Nr. 5281). Otto verkaufte es 1471 an Bernhard Harasser zu Groß (Top. NÖ II, Seite 701).
(* Burgen und Herrensitze im Bezirk Scheibbs in der Zeit von 1000 bis 1500, Band V von Herbert Pöchhacker, 1986, Seite 76/77)


Zu den ältesten Burgen im Pfarrbereich gehört Ernegg. Es war Lehen vom Hochstift Regensburg. Erstmals wird Ernegg 1291 erwähnt, obwohl es zweifellos wesentlich älter ist und wohl zu den ältesten Burgen im Tal der Kleinen Erlauf gehört.
..., denn 1329 verlieh Bischof Niklas von Regensburg Ernegg an Christan Truchseß von Lengenbach: „Item der Cristan der Druchsecx zwo vest vnd was darzue gehört Reinsberg und Ernegk“ (Mü HL 2335, 2336, 2339).
Auch 1330 ist Christian als Besitzer von Ernegg belegt (GB I, S. 358). Seine Tochter Elisabeth heiratete Reinprecht von Wallsee, Burggrafen zu Enns, auf den Ernegg und Reinsberg überging (Not. Bl. 1854, S. 337). Auf ihn folgte Rudolf von Wallsee, von dem es an seinen Schwiegersohn Otto von Zelking auf Schönegg überging. 1384 wurde dieser mit Ernegg und Reinsberg belehnt (Mü HL 2335; Jaidhof fol. 26). Er ist 1394 gestorben. Auf ihn folgte Cadolt von Zelking, der 1405 als Lehensträger angeführt wird mit dem Zusatz „von hern Rudolf von Wallsee selig“ (Mü HL 2337). Cadolt starb um etwa 1420; diesem folgte sein Sohn Georg und 1469 Otto von Zelking. Doch dürfte Georg nur Schönegg und Reinsberg innegehabt haben. Denn auf Cadolt von Zelking werden in Ernegg anfangs des 15. Jahrhunderts Wolfing und Ott Hasellauer als Lehensträger angeführt (Mü  HL 2338, vermutlich als Afterlehen der Zelkinger). Erst 1467 erhielt es Otto von Zelking von seiner Mutter Helene (NÖLA, HS 699/I – Eibl ), verkaufte es aber bereits 1471 an Bernhard Harasser (Top. II, S. 701). (Seite 162)

Haberg

Rotte Haberg/Marktgemeinde Steinakirchen/Bezirk Scheibbs

(*) Anstelle der heutigen Schule in Steinakirchen/Forst befand sich der Ansitz Nieder-Haberg.


1446 gibt Georg von Zelking den Hof dem edlen Peter Glocksberger zu Burgrecht. Bis 1469 hat ihn Christoph Rewtter inne. 1478 verleiht Otto von Zelking den Hof am Nidern Hauperg an den Edl Hans Khefer (GB I, Seite 367). 1502 verkauft ihn Khefer an den Pfarrer von Steinakirchen Michael Zoyss (GB I, Seite 367).
(* Burgen und Herrensitze im Bezirk Scheibbs in der Zeit von 1000 bis 1500, Band V von Herbert Pöchhacker, 1986, Seite 111)

 
Der Hof am Niedern Haberg

 
1446 gab ihn (den Hof am Niedern Haberg) Georg von Zelking auf Schönegg zu Burgrecht dem edlen Peter Glocksperger, Pfleger zu Ernegg (St. M. 84/7/14), bis 1469 hatte ihn Christoph Raider inne (St. M. 84/7/18). 1478 verlieh Otto von Zelking den Hof am Nidern Hauperg an den Edl Hans Khefer (St. M. 84/7/32; GB I, S. 367), der ihn 1502 an Michael Zoyss, dem Pfarrer von Steinakirchen verkaufte (St. M. 84/7/37; GB I, S. 367).
(Seite 183/184)
(** Steinakirchen am Forst, Geschichte der Pfarre und ihrer Orte, Friedrich Schragl, 1975)
  Hoch-Weinberg
KG Scheibbsbach/Marktgemeinde Steinakirchen/Bezirk Scheibbs/NÖ
Ehem. Ansitz; Bauernhof


Der Hof Weinberg, Scheibbsbach Nr. 36, war landesfürstliches Lehen an die Zelkinger, welche hier ihre Gefolgsleute, die Schmitzberger, ansiedelten.

1372 siegelte Otto der Smiczperger für seinen Schwager Ulrich von Scholach eine Verkaufsurkunde über zwei Güter bei Oberndorf im Graben unter dem Fuezmayzzel in Lienharter pharr. Neben Ottos Bruder Jans dem Smiczperger siegelte auch Heinrich von Zelking (HHStA, Hs. W. 23/2, f. 180). 1397 verkauft Hainrich von Celking dem Prior Petrein und dem Convent zu Gaming den Hof gelegen auff dem Weynperg in Sand Lyenhartz pharr mit aller Zugehörung, den er von den Herzögen Wilhelm und Albrecht zu Lehen gehabt hat. Zeugen sind Chadolt von Czelking und Hanns der Smiczperger der Junge, der Chnecht Hainrichs von Celking (ebenda, f. 203).
(* Burgen und Herrensitze im Bezirk Scheibbs in der Zeit von 1000 bis 1500, Band V von Herbert Pöchhacker, 1986, Seite 124)

Schönegg
Rotte Schönegg/Marktgemeinde Steinakirchen/Bezirk Scheibbs
Ehemalige Burg; Erdwerk „Schloßkogel“

 
(*) Im Dorfe Schönegg erhebt sich der mächtige Schloßkogel.
Burg und Herrschaft Schönegg waren Regensburger Lehen.

Die ersten historisch erfaßten Besitzer waren die aus dem Melker Gebiet stammenden Zelkinger. Um 1260 nennt sich Ludwig der Ältere von Zelking nach Schallaburg, Freidegg und Schönegg (Siebmacher, NÖ III, S. 619). Am 10. VII. 1293 sind Otto de Celking, Otto de Schonek und Ludwicus Celking in Göttweig Zeugen  (FRA II/51; Nr. 191). 1307 bezeugt Ott von Schonekke eine Stiftung Albers von Mainperch (FRA II/81, Nr. 284). Am 2. III. 1348 stellt Heinrich von Zelking auf Schöneck eine Urkunde aus (FRA II/21, Nr. 229). 1349 ist Hainreich der Zelkinger von Schönekk Siegler für Friedrich den Phanzelt von Gresten (FRA II/35, Nr. 698).

Um 1370 sitzt Catold von Zelking auf Schönegg (Siebmacher, NÖ III, Seite 619). 1391 werden regensburgische Häuser bei Steinakirchen von Catold von Zelking auf Schönegg an Gilg Wolfstein weiterverliehen (Schragl, Seite 173). Otto III. von Zelking auf Schönegg lag mit dem Passauer Domkapitel in Streit, wobei er in Gefangenschaft geriet (Schragl, Seite 159). Er stiftete eine Kapelle in Steinakirchen, wo er 1394 begraben wurde (Hornung, NÖ I, Nr. 459). Otto war mit der Tochter Rudolfs von Wallsee verheiratet. 1399 überläßt der Passauer Bischof dem Friedrich von Wallsee Güter zu Wieselburg, die vorher die Witwe Stephans von Zelking zu Schöneck genossen hatte (Hareiter, Seite 106). Im 14. Jahrhundert ist die tafern under dem gschloß Schönegg genannt (NÖW III, Seite 651). 1459 sitzt Georg von Zelking auf Schönegg (Siebmacher; NÖ III, Seite 619). 1469 wird Otto von Zelking auf Schönegg mit Schönegg, Ernegg und Reinsberg belehnt (Schragl, Seite 159). Otto starb 1498 ohne männliche Nachkommen. daher erbte seine Tochter Hedwig Schönegg. Sie war mit Matthäus von Pernegg verheiratet.
(* Teilentnahmen aus: Burgen und Herrensitze im Bezirk Scheibbs in der Zeit von 1000 bis 1500, Band V von Herbert Pöchhacker, 1986, Seite 248/249) 
Schönegg
 
In diesem kleinen Dorf Schönegg an der Mündung des Zehetbaches in die Ybbs findet sich nur mehr, aber deutlich erkennbar, der Burghügel der einst bedeutenden Feste Schönegg. Die Burg wurde um 1526 zerstört und nie wieder aufgebaut. Unter der Oberfläche wurden bei zufälligen Grabungen Gemäuer und Gewölbe gefunden.
Burg und Herrschaft Schönegg waren Regensburger Lehen. Ihre Anfänge sind unbekannt, reichen vielleicht aber in das zehnte Jahrhundert zurück. Als älteste bekannte Besitzer werden 1280 die Zelkinger genannt. Diese kamen von der Burg Zelking an der Melk und waren vermutlich ursprünglich regensburgische Ministerialen (F. Kern. Die Herren von Zelking – Adler 88). Auf Schönegg wird 1280 Otto de Schöneck und Arnoldo von Schöneck genannt. Otto starb 1300.
Auf diesem Otto folgten Otto II. auf Schönegg und sein Bruder Heinrich. Otto von Zelking auf Schönegg wird 1303 (FRA II/33, S. 134), 1307 (Lil. Urk. Nr. 284) und 1318 (Kaltenegger I, S. 201) genannt und ist um 1326 gestorben (NÖLA, HS 699 – Eibl). Sein Bruder Heinrich von Zelking auf Schönegg verkaufte 1347 Güter zur Kartause Gaming (GB XV, S. 284). Otto III. auf Schönegg erlangte bereits größere Bedeutung und war an mehreren Kriegszügen beteiligt, erwarb zahlreichen Besitz, lag aber auch mit dem Passauer Domkapitel in Streit, wobei er in Gefangenschaft geriet (MB 30/2, S. 421). Er tat sich auch als frommer Stifter hervor. Die wichtigste in diesem Zusammenhang ist die Stiftung einer Kapelle an der Pfarrkirche in Steinakirchen. Dort wurde er auch 1394 begraben (siehe Seite 39 ff.). Otto war mit einer Tochter Rudolfs von Wallsee verheiratet, die ihm auch die beiden Festen Ernegg und Reinsberg mit Wang einbrachte. Mit diesen beiden Burgen und Schönegg wurde er 1384 vom Regensburger Bischof belehnt (Jaidhof fol. 157). Auf Otto folgte sein Sohn Cadolt von Zelking, der eine Stiftung zum St. Christoph-Hospiz am Arlberg tätigte (HHStA., Cod. 473, fol. 83).
Dankenswerter Weise wurde seitens des HHSTA der betreffende Textteil, die Stiftung des Chadolt von Zelking mir folgend beschrieben gesandt:

Her Chadolt von Zelking geit all jar IIII grözz
vnd nach seinem tod II guldein anno etc
LXXXVIII vnd geit daz all jar auf sand
Michels tag

 

(Vergrößerter) Briefmarkenausschnitt (ohne Perforation)
„Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Österreichischen Post AG“
 

(*) Der Name Hospiz stammt von dem lateinischen Wort „hospitium“: gastliche Aufnahme, Bewirtung, Herberge. Im Jahr 1386 gründete Heinrich Findelkind aus Kempten ein kleines, einfaches Hospiz für Wanderer und die weltweit älteste Benefizvereinigung Bruderschaft St. Christoph.

Am Eingang des Arlberg Hospiz Hotels prangt das Wappen der Bruderschaft St. Christoph: Ein Wappenschild mit dem Lamm von Brixen, dem Konstanzer Kreuz und drei kleinen Kreuzen, die symbolhaft für die christlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe stehen.

Im Jahr 1386 errichtete Heinrich, ein Findelkind aus Kempten, das Hospiz am Arlberg. Unzählige Reisende und Herbergsuchende, die den beschwerlichen Weg über den Arlberg auf sich nahmen, retteten sich in der kleinen Herberge in St. Christoph vor Schneestürmen und Unwettern. Papst Bonifaz IX. erteilte Heinrich das Recht, die Bruderschaft St. Christoph zu gründen. Zusammen mit seinen Brüdern begab sich der ehemalige Schweinhirt Heinrich Tag für Tag auf die Suche nach Verirrten und kraftlosen, hungrigen Reisenden. Bereits im ersten Winter retteten die Mitglieder der Bruderschaft St. Christoph sieben Menschen vor dem Tod im Schnee.
(* Entnommen aus der Homepage *****Hotel Arlberg Hospiz)


Auf Otto folgte sein Sohn Cadolt von Zelking, der eine Stiftung zum St.-Christoph-Hospitz am Arlberg tätigte un
d auch die Zelkinger Kapelle in Steinakirchen bestiftete. Auch er hatte die drei vorher genannten Herrschaften inne.
Ab etwa 1415 folgte ihm sein Sohn Georg, der mehrfach die Kapelle in Steinakirchen bestiftete. 1446 wird er als Lehensherr am Niederheuberg (Steinakirchen Nr. 21) genannt (St. M. 84/7). Otto IV. von Zelking auf Schönegg wurde 1469 mit Schönegg, Ernegg und Reinsberg belehnt (MÜ GL 2334; Jaidhof fol. 26 f.). Auf Ernegg dürfte eine Nebenlinie der Familie gesessen sein. Otto war auch Pfleger von Waidhofen an der Ybbs und zu Ybbs. Er starb 1498 ohne männliche Erben. Schönegg erhielt seine Tochter Hedwig, die mit Mathäus von Pernegg verheiratet war. 1515 wurde deren Sohn Sebastian von Pernegg mit Schönegg belehnt (Frast MSS V, S. 177 – nach Plesser). Um 1525 wurde Wolf Oeder von Götzendorf, der Gemahl von Sebastians Schwester Elisabeth, mit Schönegg und seinen Gütern belehnt (Jaidhof, fol. 61 ff.; Mü Urk. 24.773).
Schloß Schönegg war also bereits 1527 abgebrochen und zerstört. Daß es 1526 geschah, deutet eine Notiz im Ötscherbuch an (Becker II, S. 76).
(Seite 158–160)



Steinakirchen (**)
Die Zelkinger Kapelle
 
Als zweite Kapelle wurde die Zelkingerkapelle gestifte. Ihre Einrichtung erfolgte in den Jahren vor 1389 durch Otto von Zelking auf Schönegg. Papst Bonifaz IX. verlieh dieser Kapelle am 10. November 1389 einen Ablaß von zwei Jahren und 80 Tagen für alle, die sie am Feste Maria Himmelfahrt besuchen. Die Kapelle wird dabei erwähnt als von Otto Baron von Zelking in der Pfarrkirche Steinakirchen zu Ehren „Beatae Mariae Virginis de bonis propriis“, neu gegründet und errichtet (DASP, STk 1, GB I, S. 414). Der Stifter dieser Kapelle, Otto von Zelking auf Schönegg, Ernegg, Reinsberg und Wang, fand in dieser Kapelle auch sein Grab. Der Grabstein ist noch erhalten und ist an der Innenseite der Nordmauer angebracht. Da er etwas abgetreten ist, muß er früher am Fußboden gelegen sein. Er trägt die Inschrift: „Anno domini m ccc Ixxxx iiii obiit nobilis d(omi)n(us) otto de czelking de schonnek in die sancti Valentini martiris et hic sepultus“. Otto von Zelking ist also am 14. Februar 1394 gestorben und hier begraben worden. Die Kapelle war auch mit einem Kaplan bestiftet. Denn am 27. August 1417 verkaufte Niklas Schopper von Ybbs und seine Frau Dorothea einen Weinberg zu Klein-Pöchlarn an den geistlichen Herrn Mathias oder Mathes, Verweser der Kapelle zu Steinakirchen, die eine Stiftung des Otto von Zelking ist. Der Kaufpreis von 47 Pfund Wiener Pfennig erlegte dafür Jörg von Zelking. Dieser stiftete 1437 auch vier Pfund Pfennig auf der Viernagelmühle in der Pfarre Steinakirchen für die Marienkapelle in der Kirche. Er hat dann aber drei Pfund unterwunden, sie dann aber Pfarrer Merten Aspann zurückgegeben (Martin Espein wurde 1427 Pfarrer, 1437 wird Georg Gundl erstmals als Pfarrer erwähnt). Jörg verglich sich 1456 darüber mit Pfarrer Niklas Lauterwein und stiftete den Drittelzehent auf dem Meierhofe zu Schönegg. Eine weitere Stiftung zu dieser Kapelle wurde 1477 gemacht. Am 28. Oktober dieses Jahres bekennt Wolfgang Halberger, Kaplan und Verweser der Frauenkapelle in der Pfarrkirche zu Steinakirchen, daß Otto von Zelking (ein Nachkomme des Stifters) einige Zehente zu Stampfing gestiftet habe. Dafür soll an jedem Quatemberdienstag ein feierliches Totengedächtnis in der Kapelle gehalten werden. Gesiegelt wurde dieser Brief von Herrn Hansen, Kaplan und Verwesen der Stiftung St. Johannes (Wolfsteiner Kapelle) zu Steinakirchen. Als Zeugen wurden angeführt: Gilig, Pfarrer zu Scheibbs und der Edle Alexander der Heuberger. Am 29. März 1491 fügte Otto von Zelking noch verschiedene Stiftungen zu dieser Kapelle an. Hierher gehört wohl auch eine weitere Stiftung Ottos. Am 12. Juli 1497 übergab er dem Steinakirchner Pfarrer Michael Zoiß für die letzterem schuldig gewordenen achtzehnthalb Pfund Pfennig verschiedene Zehente: auf der Lüss zu Lossnitz zwei Teile (Lonitzberg Nr. 4), ebenso zu Taschenreuth (Unteramt Nr. 24), Schickenreuth (Unteramt Nr. 23) und Breitenstein (Mitterberg Nr. 8) sowie den ganzen Zehent am Gleimk (Glanegg, Mitterberg Nr. 5). Von da an wird die Zelkinger Kapelle nicht mehr erwähnt. Nur noch 1532 ist noch einmal von den Stiftungsgütern die Rede. Wo diese Kapelle gestanden ist, bleibt unklar. Vielleicht war sie in der alten Kirche eingebaut, deren Gestalt uns unbekannt ist. Denkbar wäre auch ein Anbau an der Nordseite der Kirche, da dort das Mauerwerk einige Unregelmäßigkeiten aufweist und sich auch der Zelkinger Grabstein dort befindet. Wahrscheinlich wurde nach Abbruch der Kapelle das Marien-Patrozinium in die Wolsteiner Kapelle übertragen.
Um 1905 in der Nähe des Zelkingergrabsteines eine Gruft geöffnet, in der sechs Skelette gefunden worden sein sollen. Bis dahin soll der Grabstein Gruftdeckel gewesen sein. Jetzt stehen über dieser Stelle die Kirchenbänke.
(Seite 39–41)

Schon um 1545 hatte der Adel eine Reihe Stiftungsgüter der Pfarre genommen. So hatte Wolf Oeder die Zelkinger Stiftung auf der Viernagelmühle (Erlamühle) und einige weitere Güter eingezogen.
(Seite 45)

Niklas von Wels (1350, 1386)
Er wird zwischen 1350 und 1386 häufig als Pfarrer von Steinakirchen erwähnt (1356, 1357, 1363, 1369, 1370, 1371 und 1381). 1350 war er Mitsiegler bei einem Verkauf Jahns von Zelking. 1386 am 22. November war er wiederum Zeuge bei einer Stiftung Ottos von Zelking für das Kloster Säusenstein.
(Seite 124)
Martin Winter (1635–1638)
Schon als Pfarrer von Zelking zeigte er Interesse an Steinakirchen und bewarb sich nach dem Abgang Gichtls auch darum. Am 11. Juli 1635 wurde er für Steinakirchen präsentiert. Er dürfte aber von schwacher Gesundheit gewesen sein. Am 25. November 1637 machte er sein Testament und ist im Dezember 1638 gestorben, da er bereits am 9. Jänner 1639 über seinen Nachlaß abgehandelt wurde (Seite 133).
Wang
Marktgemeinde/Bezirk Scheibbs

Obwohl die erste urkundliche Erwähnung Wangs erst 1334 erfolgte, ist wahrscheinlich dort schon lange vorher eine kleine Siedlung an der Erlaf vorhanden gewesen. An der kleinen Erlaf verlief eine Römerstraße nach Süden. Ein Beweis für die Anwesenheit der Römer in dieser Gegend liefern der Opferstein zu Ehren des keltisch-römischen Gottes Marmogius in Perwarth (der darauf hinweist, dass schon die Kelten hier gesiedelt haben), und der Stein an der Tür der Kirche von Pyhrafeld, der von einem römischen Grabdenkmal stammt.

Nach den Römern gehörte das Gebiet den Ostgoten, von denen der Name Wang (blühende Wiese, Paradies) stammen könnte.
Teilentnahme vom Verfasser DI Prof. Leo Prüller.


(*) Kulturgeschichte Schloss Wang

Soviel bekannt ist, war Wang herrschaftsmäßig immer mit Reinsberg verbunden. Das Schloß Wang wird erstmals im 16. Jahrhundert erwähnt, geht aber weiter zurück. Es reicht aber ebenso wie Wolfpassing als Burg in der Ebene nicht an das Alter von Schönegg, Ernegg und Perwath heran. Reinsberg war Lehen vom Hochstift Regensburg. Wang wurde dabei immer unmittelbar mit Reinsberg verliehen (Seite 30).

Reinsberg-Wang: Schloßbesitzer
(als Lehen herrschaftsmäßig verbunden)

Vor 1215 Otto von Kuffern, ab 1215 Hadmar von Kuffern, 1256 Engelschalk, ein Peilsteiner.
1329 Christian, der Truchseß von Lengenbach, Schwiegersohn Reinprecht von Wallsee, Rudolf von Wallsee, 1384 Schwiegersohn Otto von Zelking auf Schönegg.
Bis 1498 bei den Zelkingern; Chadolt (ausdrücklich auch Besitzer von Wang), Sohn Georg, Otto von Zelking. 1503 Tochter Hedwig von Pernegg.
1511Christoph von Zinzendorf auf Niederhausegg und Perwarth (Seite 31).
(* Festschrift 450 Jahre Markt Wang 1538–
1988)

 

Das schlossartige Gebäude in Wang (rückwärtiger Teil)...



... und der straßenseitige Gebäudeteil

Der Sitz ist erst im 14. Jahrhundert erschließbar. 1390 ist in Wang Otto von Zelking dokumentiert. Die Zelkinger haben Wang bis zu ihrem Aussterben 1498 inne, 1516 wird Christoph von Zinzendorf damit belehnt, der es 1527 an Wolf von Oedt, den Mundschenk des späteren Kaisers Ferdinand I., verkauft.
BURGEN Mostviertel, 1. Auflage 2007, Seite 365/366

Ehemaliger Ansitz; Schloß
 

(*) Der Ansitz Wang ist erst Ende des 14. Jahrhundert nachweisbar.

1390 besaß Otto von Zelking Wang (Siebmacher, NÖ III, Seite 619). Sein Sohn Chadolt wird ausdrücklich als Besitzer von Wang genannt (Schragl, Seite 165). Um 1450 folgte Chadolts Bruder Georg als Besitzer, danach sein Sohn Otto, der 1498 verstorben ist (ebenda). Otto von Zelking hatte nur Töchter. 1516 wurde Christoph von Zinzendorf auf Niederhausegg mit Wang belehnt (ebenda). 1527 verkaufte er es an Wolf Oeder, den Schwiegersohn Hedwigs von Pernegg, Tochter Ottos von Zelking.
(* Burgen und Herrensitze im Bezirk Scheibbs in der Zeit von 1000 bis 1500. Band V von Herbert Pöchhacker, 1986, Seite 293)
 
Wieselburg
 
Wieselburg liegt im Mostviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Stadtgemeinde Wieselburg umfasst 5,43 Quadratkilometer. 7,25 % der Fläche sind bewaldet. Die Stadt liegt am Zusammenfluss der Kleinen und der Großen Erlauf.
Die Stadtgemeinde Wieselburg hat keine weiteren Katastralgemeinden. Neben der Stadtgemeinde gibt es noch die Dorfgemeinde Wieselburg-Land.

(*) Das Schloß Wieselburg ist bei Vischer 1672 mit vier Gebäudeflügeln abgebildet.

1399 überläßt der Passauer Bischof in einem Vergleich Friedrich von Wallsee die passauischen Güter und Zehente zu Wisselburck, die durch den Tod der Witwe Stephans von Zelking zu Schöneck, welche sie als Leibgeding genossen hatte, zugefallen waren (Hareiter, Seite 106).
(* Teilentnahmen aus: Burgen und Herrensitze im Bezirk Scheibbs in der Zeit von 1000 bis 1500, Band V von Herbert Pöchhacker, 1986, Seite 301/302)

BUB                 Babenberger Urkundenbuch
FRA II              Fontes Rerum Austriacarum, Abt. II, Diplomataria et acta
GB                   Geschichtliche Beilagen zum St. Pöltner Diözesanblatt (1878 ff)
Hareiter            Karl Hareiter, Chronik Wieselburg (1975)
HHStA              Haus-, Hof- und Staatsarchiv Wien (AUR= allgemeine Urkundenreihe, Hs.= Handschrift)
HONB               Heinrich Weigl, Historisches Ortsnamenbuch von Niederösterreich, 8 Bände
Keibl. Melk        Ignaz Keiblinger, Geschichte des Benedictiner-Stiftes Melk, 3 Bände (1851–69)
Not. Bl.
NÖLA               Niederösterreichisches Landesarchiv
NÖW
Ried                Thomas Ried  war ein römisch-katholischer Theologe, Historiker und Domkapitular
                        (* 15. November 1773 in  Hohenburg, Oberpfalz; † 14. Januar 1827 in Regensburg)

Scheibbs, Urk.   Urkunden des Stadtarchives Scheibbs
Schragl            Friedrich Schragl, Steinakirchen am Forst – Geschichte der Pfarre Steinakirchen und ihrer Orte,  Festschrift 1975
Seefried           Otto Seefried, Geschichte des Marktes Gresten (1933)
Siebmacher
Top. NÖ           Topographie von Niederösterreich, 8 Bände (1877 ff)
Weiskern          Friedrich Wilhelm Weiskern, Topographie von NÖ, 2 Bände (1769)
Freidegg (Freydegg)

Die Burg Freidegg lag immer außerhalb des Pfarrbereiches von Steinakirchen, wohl aber innerhalb des Regensburger Gebietes von 976. Da aber das Hochstift Regensburg zwischen Zaucha und Ferschnitzbach keinerlei Besitz hatte, ist anzunehmen, daß es diese Ansprüche nicht verwirklichen konnte. 1034 wurde der Ferschnitzbach als Ostgrenze des Freisinger Besitzes mit dem Zentrum Ulmerfeld–Neuhofen festgelegt. Die Burg Freidegg wurde auch niemals vom Regensburger Bischof verliehen, wohl aber traten deren Inhaber als Lehensträger zahlreicher Regensburger Güter im Pfarrbereich von Steinakirchen in Erscheinung. Die Bedeutung für den Pfarrbereich wuchs besonders im 16. Jahrhundert. Freidegg erlangte damals die Vogtei über Mondseer Besitz und die Pfarre Steinakirchen, und 1576 wurde Schönegg, die bedeutendste Grundherrschaft in der Pfarre, mit Freidegg vereint. Weiters vergaben die Inhaber von Freidegg das Regensburger Gut Edelbach als Ritterlehen.
Erstmals wird Freidegg 1298 in einer Lilienfelder Urkunde erwähnt. Doch ist es wie Schönegg zweifellos älter. Im 14. Jahrhundert hatten die Zelkinger Freidegg inne. Der Besitz von Freidegg war fast immer mehrfach geteilt. Schon unter den Zelkingern kam es zu einer Drittelteilung. Nach dem Absterben der Zelkinger auf Freidegg im Mannesstamme kam es an die Gatten der Zelkingtöchter, so daß 1406 die Namen Zinzendorf, Volkenstorf, Arberg und Streun auf Freidegg erschienen. Beatrix, die Tochter Ottos von Zelking auf Freidegg war in erster Ehe mit Hans Streun von Scharzenau, in zweiter mit Heinrich von Puchheim vermählt. Ihr Erbe gelangte an ihre Söhne Hans und Heinrich Streun. Wohl schon im Laufe des 15. Jahrhunderts wurden die Streun Alleinbesitzer auf Freidegg. Im 16. Jahrhundert erscheinen Wolfhart Veit, Hans Caspar, Wolf und Gabriel Streun als Besitzer auf.
(Seite 160)
 

 
Reinsberg-Wang


Soviel bekannt ist, war Wang herrschaftsmäßig immer mit Reinsberg verbunden. Das Schloß Wang wird erstmals im 16. Jahrhundert erwähnt, geht aber weiter zurück.
Er (Christan der Truchseß von Lengenbach) wurde 1329 als Inhaber von Reinsberg und Ernegg genannt. Auf ihn folgte sein Schwiegersohn Reinprecht von Wallsee. Der versprach 1357 die Feste Reinsberg und die Feste Ernekk und Vihofen „die mir mein Sweher selige her Christan der Druchsecz von Lengenpach„ (vermacht hat), seinen Töchtern. Doch folgte ihm Rudolf von Wallsee, von dem Reinsberg und Ernegg auf dessen Schwiegersohn Otto von Zelking auf Schönegg übergingen. Er wurde 1384 mit Reinsberg und Ernegg belehnt. Bis 1498 blieb Reinsberg mit Schönegg bei den Zelkingern. Auf Otto folgte Chadolt, der ausdrücklich auch als Besitzer von Wang genannt wird, dessen Sohn Georg und als letzter Otto von Zelking bis 1498. Das Erbe trat Ottos Tochter Hedwig an, die mit Mathäus von Pernegg verehelicht war. 1503 suchte Hedwig und ihre Schwestern um die Belehnung mit Reinsberg und Schönegg an. Hedwig und Mathäus von Pernegg verkauften 1511 Reinsberg an Christoph von Zinzendorf auf Niederhausegg und Perwath. Er wurde 1516 mit Reinsberg und Wang belehnt.
Zur Herschaft Reinsberg gehörten vor 1534 das Amt Reinsberg mit etwa 40 Häusern, das Amt Langenäckern (Ackermühl) mit 29 Häusern am Kerschenberg und Mitterberg sowie das Amt Wang mit 24 Häusern.
(Seite 164–166)
 
 
Wolfpassing
Der Form des Namens nach zu schließen, ist Wolfpassing vor dem Jahre 1100 gegründet worden.
Möglicherweise war also schon Reicher der Wolfstein 1291 Herr zu Wolfpassing. ab 1368 tritt Otacher als Wallseer Gefolgsmann  auf. Zuletzt wird er 1380 genannt (Keiblinger II, S. 261).
Sein Sohn Gilig (Ägyd) wird erstmals 1381 genannt und erscheint 1391 ausdrücklich als Besitzer von Wolfpassing. In diesem Jahr pfändet ihm Alber von Zelking das Dorf Wolfpassing, ebenso pfändet ihm 1394 Ulrich von Zelking Weichselbach und das Dorf Wolfpassing und alle anderen Güter (Ebenda, Seite 264 f.).
(Seite 168 und 170)
 
 
Edelbach
 
Der Freihof Edelbach Nr. 1 in der Gemeinde Außerochsenbach war ein kleines Rittergut, das vom Regensburger Bischof zu Lehen ging. Als Ritterlehen mußte es vom Lehensempfänger weiterverliehen werden. Es umfaßte nur den Hof zu Edelbach, drei Hofstätten ebendort und einige Kleinhäuser, später kam auch das Weißlehen dazu. Lehensträger war der jeweilige Inhaber von Freidegg. Ob jemals eine Feste Edelbach bestand, ist unbekannt. Vielleicht war der Freihof ehedem ein festes Haus, das später zu einem ländlichen Edelsitz umgebaut wurde. Jetzt ist er ein Bauernhof (Wolfram [Jänner 1966] vermutet dort ein ehemaliges Wasserschloß, doch dürfte es sich bei dem Teich mit seiner Insel eher um eine barocke Gartenanlage handeln).
1413 wird Edelbach erstmals erwähnt. In diesem Jahr belehnte der Bischof Albrecht von Regensburg den Christoph von Arberg zu Freidegg als Lehensträger seiner Frau Margreth und ihrer Schwester Beatrix, Töchter des letzten Zelkingers auf Freidegg, mit drei rittermäßigen Lehen, die sie weiterverleihen können: einen Hof und drei Hofstätten zu Erlbach (Edelbach?), einen Hof zu Weingarten und verschiedene Zehente (Kaltenegger I, Seite 407). In dieser Form wurde dieses Lehen immer wieder an die Inhaber von Freidegg verliehen (Mü Urk. Nr. 24.030–24.052). Es geht daraus hervor, daß bereits die Zelkinger auf Freidegg dieses Lehen innehatten.
(Seite 180)
Ochsenbach
 

Ein Geschlecht deren von Ochsenbach wird erstmals 1148 genannt.
1390 verkaufen Alram der Hager und seine Frau Cäcilia der Katrein, Witwe ihres Herrn Otto von Zelking zu Frawdekh, ihre Hofstatt in Steinakirchner Pfarre und ihre Wiese ob der Kirche, die aus dem Hofe genommen (Kaltenegger I, Seite 325).
(Seite 182/183)

 
 
 
Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 02. Januar 2016 um 15:17 Uhr